Kopfweh Österreich
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EMHA Patient Summit 2026 in Genf

Kopfweh Österreich internationalkongress
Tamara Brandstätter mit Prof. Holle-Lee beim EMHA Patient Summit in Genf

Vom 27. bis 29. Juni 2026 war Kopfweh Österreich beim internationalen MHIPAS Patient Summit der European Migraine & Headache Alliance (EMHA) in Genf vertreten. Gemeinsam mit Patientenorganisationen, Forschenden und Expertinnen und Experten aus Europa sowie Ländern wie Nigeria, Taiwan, Südkorea, Chile, Argentinien, Kanada und den USA standen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, internationale Zusammenarbeit und die Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Migräne und anderen Kopfschmerzerkrankungen im Mittelpunkt.

Wissenschaft im Mittelpunkt

Bereits am ersten Kongresstag gab Prof. Peter Goadsby, einer der weltweit führenden Kopfschmerzforscher, spannende Einblicke in die Entstehung der Migräne und die Rolle des Botenstoffs CGRP. An den folgenden Tagen standen weitere hochkarätige Vorträge auf dem Programm, unter anderem von Prof. Lars Edvinsson über hormonelle Migräne, Prof. Dimos Mitsikostas zur Sicherheit kombinierter Migränetherapien sowie Präsentationen zu neuen Migräne-Biomarkern und dem europäischen Projekt MAPGRAINE, das den Zugang zu modernen Migränetherapien untersucht.

Tamara Brandstätter in Genf

Sprache, Stigma und der Arbeitsplatz

Ein weiterer Schwerpunkt war die gesellschaftliche Wahrnehmung von Migräne. Im Rahmen der Initiative „Why Language Matters” wurde aufgezeigt, wie Sprache Stigmatisierung beeinflussen kann und warum eine respektvolle, patientenzentrierte Kommunikation entscheidend für eine bessere Versorgung ist. Auch die Initiative „Migraine Friendly Workplace” zeigte konkrete Ansätze, wie Arbeitgeber Menschen mit Migräne am Arbeitsplatz besser unterstützen können.

Austausch und neue Verbindungen

Neben den wissenschaftlichen Vorträgen bot der Patient Summit eine wertvolle Gelegenheit zum internationalen Austausch. Neue Kontakte wurden geknüpft, Erfahrungen aus verschiedenen Gesundheitssystemen geteilt und Ideen für zukünftige Kooperationen entwickelt. Besonders schön war, dass dabei nicht nur fachlicher Austausch, sondern auch wertvolle persönliche Verbindungen und neue Freundschaften entstanden sind.

Tamara und Stefan in Genf

Ein weiterer besonderer Programmpunkt war zum Abschluss der Besuch der Vereinten Nationen in Genf, der noch einmal eindrucksvoll zeigte, wie wichtig internationale Zusammenarbeit, politische Sichtbarkeit und gemeinsame Interessenvertretung für Menschen mit Migräne und Kopfschmerzerkrankungen sind.

Ein besonderer Moment war es außerdem, Kopfweh Österreich als Teil des internationalen Netzwerks auf der Partnerwand der EMHA vertreten zu sehen. Mit vielen neuen Erkenntnissen, wertvollen Kontakten, neuen Freundschaften und frischen Ideen im Gepäck freuen wir uns darauf, diese Erfahrungen in unsere Arbeit einfließen zu lassen und die Versorgung von Menschen mit Kopfschmerzerkrankungen in Österreich weiter mitzugestalten.