Spannungskopfschmerzen zählen zu den häufigsten Kopfschmerzformen überhaupt. Viele Menschen kennen das Gefühl eines dumpfen, drückenden oder ziehenden Schmerzes, der sich oft wie ein „zu enges Band um den Kopf” anfühlt. Im Gegensatz zur Migräne stehen bei Spannungskopfschmerzen meist keine Übelkeit oder starke Licht- und Lärmempfindlichkeit im Vordergrund.
Die Beschwerden treten häufig beidseitig auf und können von wenigen Stunden bis hin zu mehreren Tagen andauern. Viele Betroffene beschreiben zusätzlich Verspannungen im Nacken-, Schulter- oder Kieferbereich. Auslöser können unter anderem Stress, Schlafmangel, psychische Belastungen, langes Arbeiten am Bildschirm, Fehlhaltungen oder eine generelle Überlastung sein.
Spannungskopfschmerzen werden von außen oft unterschätzt, können den Alltag jedoch ebenfalls deutlich beeinträchtigen – besonders wenn sie regelmäßig auftreten oder chronisch werden. Viele Betroffene versuchen lange „einfach durchzuhalten”, obwohl auch diese Kopfschmerzform ernst genommen werden sollte.
Zur Behandlung können kurzfristig Schmerzmittel eingesetzt werden, allerdings sollte auf eine zu häufige Einnahme geachtet werden, um einen Medikamentenübergebrauchskopfschmerz zu vermeiden. Häufig helfen auch regelmäßige Bewegung, Entspannungsübungen, ausreichend Schlaf, Stressreduktion sowie Physiotherapie oder Maßnahmen zur Verbesserung der Körperhaltung.
Gerade bei häufigen oder unklaren Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung wichtig, um andere Ursachen auszuschließen und eine passende Behandlung zu finden.
Quellen
- Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG): Spannungskopfschmerz
- International Headache Society (IHS): International Classification of Headache Disorders (ICHD-3), 2018
- Schmerzklinik Kiel: Spannungskopfschmerz
- World Health Organization (WHO): Headache disorders fact sheet
- Mayo Clinic: Tension headache